AVANTGARDE IN FARBE
Blauer Reiter, Brücke, Expressionismus

Ausstellungsreihe der MuSeenLandschaft Expressionismus
März bis November 2021


Avantgarde in Farbe
Abbildung: Erich Heckel, Der schlafende Pechstein (Detail), 1910, Buchheim Museum, Nachlass Erich Heckel, Hemmenhofen © VG Bild-Kunst, Bonn 2021

Zwischen München und Alpenkette verbinden sich Museen, Seen und Landschaft zu dem einzigartigen Entdeckungserlebnis der „MuSeenLandschaft Expressionismus". Das Buchheim Museum in Bernried, das Franz Marc Museum in Kochel am See, das Schloßmuseum in Murnau, das Museum Penzberg – Sammlung Campendonk sowie das Lenbachhaus in München bieten miteinander die Qualität einer Nationalgalerie der Moderne in Deutschland. Nur hier kann die Avantgarde des frühen 20. Jahrhunderts in der Schönheit und Ursprünglichkeit einer Umgebung erlebt werden, in der die Künstler*innen der Brücke und des Blauen Reiter sich zu ihrer revolutionären Kunst inspirieren ließen. Eine Reise ist diese großartige Kulturlandschaft immer wert. Doch in 2021 ist der Besuch ein Muss. Denn erstmals haben sich die fünf Ausstellungshäuser zu einer aufeinander abgestimmten, hochkarätigen Ausstellungsreihe zum Thema Blauer Reiter, Brücke und Expressionismus zusammengeschlossen.

PDF-Flyer



Abbildung: Franz Marc, Blaues Pferd, 1911 © Städtische Galerie im Lenbachhaus und Kunstbau München, Foto: Lenbachhaus

Lenbachhaus

Gruppendynamik. Der Blaue Reiter

23. März 2021 bis 5. März 2023

Mit seiner weltgrößten Sammlung von Werken der Künstler des Blauen Reiter ist das Lenbachhaus immer eine Attraktion. Erleben Sie nun den Künstler*innenkreis in all seinen Facetten: Malerei, Musik, Hinterglasbilder u.v.m.! Von den Bezügen innerhalb des Kollektivs zu den Einflüssen anderer Kulturen, wird das gesellschaftspolitische Umfeld zu Beginn des 20. Jahrhunderts reflektiert. Im Mittelpunkt steht der Gedanke einer Gleichwertigkeit aller Kunst, der die Avantgardekünstler*innen antrieb. Ein Highlight für jeden Fan des Blauen Reiter!


Lenbachhaus



Abbildung: Karl Schmidt-Rottluff, Selbstbildnis mit Cigarre, 1919, Museum Wiesbaden, Dauerleihgabe des Vereins zur Förderung der bildenden Kunst in Wiesbaden e.V., © VG Bild-Kunst, Bonn 2021, Foto: Bernd Fickert

Franz Marc Museum

Ich bin mein Stil. Künstlerbildnisse im Kreis von Brücke und Blauem Reiter

20. Juni bis 3. Oktober 2021

Im Franz Marc Museum in Kochel am See lernen wir die Malerinnen und Maler von Brücke und Blauem Reiter persönlich kennen. Die Ausstellung zeigt die Porträts, auf denen sie sich selbst oder gegenseitig malten: Klee als Seiltänzer oder Versunkener, Kandinsky als Rhetoriker, Beckmann als Gentleman, Kirchner und Heckel als melancholischer Zweifler, Münter nachdenklich und Macke als Clown. - Der revolutionäre Neuansatz von Brücke und Blauem Reiter spiegelt sich im farbenfrohen, faszinierenden Rollenspiel der Künstler*innen auf ihren Porträts.


Franz Marc Museum



Abbildung: Ernst Ludwig Kirchner, Bildnis Gerda, 1914, Von der Heydt-Museum Wuppertal, Medienzentrum Wuppertal, Foto: Antje Zeis-Loi / Stefanie vom Stein

Buchheim Museum

Brücke & Blauer Reiter

10. Juli bis 7. November 2021

Die Künstler*innen von Brücke und Blauem Reiter gelten als Begründer des Expressionismus und als Fanal der klassischen Moderne in Deutschland. Hauptwerke der beiden tonangebenden expressionistischen Gruppen vereinen sich im Buchheim Museum zu einer epochalen Gemäldeschau. Zu sehen sind Bilder aus den Blütejahren zwischen 1905 und 1914 von Kirchner, Schmidt-Rottluff, Heckel, Pechstein, Nolde, Kandinsky, Münter, Marc, Macke, Jawlensky, Klee und anderen. Eine Ausstellung von Buchheim Museum, Kunstsammlungen Chemnitz und Von der Heydt-Museum Wuppertal.


Buchheim Museum



Abbildung: Paul Klee, Waldvogel, 1920,81, Privatsammlung

Schloßmuseum Murnau

Punkt, Linie, Fläche. Die Kinderzeichnung und der Expressionismus

29. Juli bis 7. November 2021

Im Schloßmuseum in Murnau wird die Bedeutung der Kinderzeichnung für die Entwicklung der Moderne ausgehend von der etwa 300 Blätter zählenden Sammlung von Kinderzeichnungen von Gabriele Münter und Wassily Kandinsky thematisiert. An Werken von Paul Klee, Pablo Picasso sowie der Gruppen CoBrA und SPUR ist der großartige Impuls nachzuvollziehen, welchen die naiv-kraftvollen Ausdrucksmittel der Kinder auf die Kunst der Avantgarde und die nachfolgenden Generationen ausübten.


Schloßmuseum Murnau



Abbildung: Heinrich Campendonk, Deckel einer Schale, um 1913, Privatbesitz © VG Bild-Kunst, Bonn 2021, Foto: Carsten Gliese, Köln

Museum Penzberg – Sammlung Campendonk

Ringsum Schönheit. Campendonk, die Expressionisten und das Kunstgewerbe

7. August bis 1. November 2021

Kunst und Leben gehörten für viele avantgardistische Künstler*innen zusammen. Töpfern, Schnitzen, Sticken sowie Raum- und Möbelgestaltung wurden als gleichrangige Ausdrucksform zeitgemäßen Kunstschaffens anerkannt. Die bedeutsame Wechselbeziehung von kunsthandwerklichen Arbeiten und moderner Malerei kann in der Ausstellung anhand zahlreicher Werke von Vertreter*innen des Blauen Reiter, der Brücke und der Rheinischen Expressionisten nachverfolgt werden. Heinrich Campendonks Ausbildung an der Kunstgewerbeschule Krefeld und sein Bezug zum Kunsthandwerk stehen im Zentrum der Ausstellung.


Museum Penzberg – Sammlung Campendonk